Als Auskunftei bezeichnet man ein Unternehmen, welches wirtschaftlich relevante Daten über Privatpersonen oder Unternehmen sammelt und an bestimmte Partner weiter gibt. Diese Weitergabe nennt man auch Wirtschaftsauskunft.
Bei den Inhalten einer Wirtschaftsauskunft trifft man unter anderem auf allgemeine Daten, wie z.B. der Name und die Anschrift. Doch man trifft auch auf Daten, welche sich unterscheiden, je nachdem, ob es sich dabei um ein Unternehmen oder eine Privatperson handelt.
So werden z.B. bei Unternehmen die Rechtsform oder die Unternehmenskennzahlen sowie die Beurteilung der Finanzlage eines Unternehmens enthalten sein, wohingegen bei einer Privatperson die Anzahl der Kinder, der Familienstand sowie die Tätigkeit, also der Beruf, zu finden sind.
Dass solche Daten von hoher Brisanz sind, und in den falschen Händen damit viel Missbrauch getrieben werden kann, muss man nicht extra erwähnen. Deswegen unterliegen Auskunfteien sehr strengen Datenschutzrichtlinien, welche unter anderem sogar Gründe für eine Berechtigung nach einer Wirtschaftsauskunft festlegen. Wofür benötigen andere Personen oder Unternehmen diese Daten überhaupt?
Wenn eine Privatperson vorhat ein Auto zu finanzieren, so möchte der Autoverkäufer selbstverständlich eine gewisse Sicherheit, dass diese Privatperson die anfallenden Raten überhaupt zahlen kann. Denn bei einer Zahlungsunfähigkeit des Käufers bliebe der Schuldner, auf seinen Kosten selbst sitzen, was wiederum dessen eigene Wirtschaftslage in Gefahr bringen könnte.
Damit erklärt sich auch der Begriff Wirtschaftsauskunft bzw. Auskunftei.
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