"Private Investigator" - manch einer assoziiert damit spontan ein Namensschild auf der Tür zu einem verrauchten Büro in der Bronx, wo ein "Detektiv", die Füße lässig auf dem Schreibtisch, den nächsten brandgefährlichen Auftrag entgegennimmt. Der Realität entspricht dies nicht, nur dass der Begriff des "Private Investigators" in der Tat dem angloamerikanischen Raum entstammt, dass seine deutsche Entsprechung "Privatdetektiv" ist - und dass US-amerikanische Filme eben so sind, wie sie sind.
Das Wort Investigator hat seine Wurzeln im lateinischen "investigare" (durchsuchen, untersuchen, ermitteln), wobei nicht uninteressant ist, dass darin "vestis" (Gewand, Kleidung) enthalten ist. Der Investigator durchsucht also (jedenfalls im ursprünglichen Wortsinn) die Kleidung eines anderen.
Gelegentlich tritt uns der Private Investigator auch als PI, Private Detective oder (mit der eher umgangssprachlichen Bezeichnung) Private Eye gegenüber. Das dabei in allen Variationen vorhandene Attribut "private" erklärt sich schlicht dadurch, dass "Detective" im angloamerikanischen Raum ein Dienstgrad ist.
Die ersten privaten "Detective Agencies" wurden 1850 in den USA und 1862 im Vereinigten Königreich gegründet - inspiriert freilich von einem französischen Vorbild!
Aufgabenfeld und Befugnisse des angloamerikanischen Private Investigators sind im Wesentlichen dieselben wie die des "Privatdetektivs" in unseren Breiten. Gewisse Abweichungen ergeben sich naturgemäß aus den unterschiedlichen rechtlichen Regelungen in den einzelnen Staaten bzw. US-Bundesstaaten. So ist zum Beispiel Private Investigators das Tragen von Waffen in einigen davon gestattet und in anderen untersagt.
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